Adolf Reich (1881 - 1942)

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Albert Reich (1881 - 1942): "Blick aus dem Garten auf den Balkon", um 1920, Öl / Sperrholzplatteolzplatte, 50 x 44,5 cm, sign. u. l., Rahmen

Albert Reich (14. Januar 1881 Neumarkt - 12. April 1942 München) deutscher Maler, Grafiker und Illustrator, erhielt seine Ausbildung von 1898 bis 1902 an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg und ab 1902 an der Münchner Akademie wo er bis 1905 als Schüler von Ludwig von Herterich, Heinrich von Zügel und Peter von Halm studierte. Ab 1907 war er für zahlreiche Zeitschriften als Illustrator tätig. Als Dekorationsmaler war er in Schwaben, der Oberpfalz und in Hamburg tätig, von wo aus er nach Skandinavien reiste und in seinen Studien nordische Landschaft malte. Weitere Reisen führten ihn
nach Holland, Belgien, Italien und Frankreich. Im Jahr 1908 hielt er sich in Kallmünz auf, wo er im Jahr 1922/23 die Kriegergedächtniskapelle gestaltete. 1911 übernahm er dort die Klasse des Münchner Malers Melchior Kern. Reich war im ersten Weltkrieg im Alpenkops und dort malerisch tätig 1918 wurde er zum "Korpsmaler" ernannt. 1916 bereits wurden seine "Künstlerischen Kriegstagebücher", "Durch Serbien" sowie "Unser deutsches Alpenkorps in Tirol" publiziert. Mit der nationalsozialistischen Bewegung und dem
dritten Reich hat Albert Reich stark sympathisiert. Im Jahr 1942 wurde er postum von Adolf Hitler zum Professor ernannt. Viele seiner Darstellungen von Kriegsschauplätzen waren während des Ersten und Zweiten Weltkrieges auf Kunstausstellungen im Glaspalast und im Haus der Kunst in München zu sehen wo Reich zwischen 1912 und 1941 jährlich vertreten war. Sein bildnerisches Werk ist jedoch nicht auf militaristisch-propagandistische Elemente zu reduzieren. Reich stellte auch reine Landschaftsbilder aus unter anderem auch mit italienischen Motiven. Von der Zeichenkunst Zügelsabhängig waren seine Grafiken die aus der Zeit seiner Mitgliedschaft im Münchner Künstlerbund (seit 1919) und später im
Süddeutschen Illustratorenbund sowie dem Verein Münchner Aquarellisten entstammen.
Seine Gemälde sind als impressionistisch einzustufen, mit unterschiedlich starken Akzentuierungen in Farbigkeit und Leuchtkraft. Mehrere Werke von Albert Reich befinden sich in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus.


Literatur:
Thieme-Becker, Bd. Bd. XXVIII, 1934, S. 97;
Anton Werner, Die künstlerischen Mitarbeiter der Oberpfalz auf der Kreisausstellung, 1910;
Heiner Dikreiter, Kunst und Künstler in Mainfranken, 1954;
1000 Jahre Kallmünz, 983 - 1983, Festschrift, 1983;
Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst - Münchner Maler im 19. / 20. Jahrhundert, Bd. VI, S 212 - 213 m. Abb.


Der Maler zeigt ausschnittartig in seinem Werk den Blick auf einen reich mit Blumen geschmückten Holzbalkon eines alten Hauses auf dem Wäsche aufgehängt ist, wohl auf einem alten Bauernhof im süddeutschen Raum gelegen.


Herausragendes Werk des Malers aus der Zeit um 1920, dem Spätimpressionismus zuzuordnen. Meisterhaften impressionistischen Darstellungsweise mit stärkeren zeichnerisch-illustrativen Elementen und beinahe studienhaften Charakter unter realistischer Wiedergabe der vorgefundenen Situation und Lichtverhältnisse. Herrlich leuchtende Farbigkeit bei zügigem, teils mit breitem Pinselstrich gesetztem
minimal pastosem Farbauftrag. Bezeichnend für die akademische, von Jugendstil und Sezessionismus beeinflusste Malerei im süddeutschen Raum.

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